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Die Herausforderung

Unser Kunde “Dürr AG”, führender Hersteller von Lackiertechnologie, hat einen neuen Lackierkopf entwickelt, der das automatische Aufsprühen von Lack ohne Overspray (!) ermöglicht. Da er große Vorteile für Lackieranwender mit sich bringt – z. B. wird dadurch das manuelle Abkleben von benachbarten Partien unnötig – hat Dürr den Lackierkopf bereits in vielen Produktionslinien seinen Kunden sehr gut etablieren können.

Damit nun auch Lack-Rezepturen für das spezielle Sprühverfahren entwickelt und angeboten werden können, müssen Lackhersteller das Verhalten ihrer Produkte im Zusammenspiel mit dem speziellen Lackierkopf prüfen. Dafür muss der zu testende Lack in reproduzierbaren, hochpräzise zueinander verlaufenden Bahnen auf standardisierte Testbleche aufgebracht werden. Idealerweise wird dadurch die Bewegung des Lackierroboters in der Lackierstraße imitiert, jedoch in kontrollierter Laborumgebung.

Systec hat bereits vor Jahren einen für wasserbasierte Lacke geeigneten Streifen-Applikator für einen großen Lackproduzenten gebaut. Nun aber sollen sowohl Wasserlacke als auch Lacke, deren flüchtige Lösemittel brennbar und unter ungünstigen Bedingungen explosiv sein können, gefahrlos getestet werden können. Eine explosionsgeschützte Weiterentwicklung wurde nötig.

Die Lösung

Systec brachte es fertig, eine explosionssichere (ATEX-Klasse 2) Laboranlage zu entwickeln, die in zwei Lackwegen den Test von zwei unterschiedliche Lacken und entsprechenden Lösungsmitteln abwechselnd erlaubt.

Da hierfür Systecs eigene Steuerung, Motorverstärker und Motoren zur Positionierung und kontrollierten Bewegung des overspray-freien Lackierkopfes verwendet wurden, ist der Streifen-Applikator ein sehr gutes Beispiel für die Integration einer Prüfanwendung in einen leistungsfähigen Laborautomaten.

Er ermöglicht es Lackherstellern, mit selbst parametrierten Test-Programmen die beste Formel für neue Lackprodukte zu ermitteln und Nachweise für die Kompatibilität mit dem overspray-freiem Lackierverfahren zu erbringen.

Unterschiedliche Lackiereinstellungen bei liegendem oder stehendem Testblech können gewählt werden, z. B. können die exakt parallel geführten Streifen mit definiertem geringen oder ganz ohne Überlappen mit wechselnder oder gleichgerichteter Lackierrichtung programmiert werden. Durch das Setzen von Pausen zwischen den Bahnansätzen können Lackierungen größerer Teile simuliert werden. Auch kann Abfolge und Richtung der Bahnen geändert werden.

Damit der Hersteller verschiedene Formulierungen von Lacken vergleichen kann, erzeugt der Streifen-Applikator mit hoher Präzision die exakt gleiche Bewegung bei jeder Wiederholung desselben Programmes.

Um die Explosionsschutz-Zertifizierung (ATEX-Klasse 2) zu erhalten, haben die Systec-Ingenieure eine luftdichte Maschinenzelle realisiert, der alle lack- und lösungsmittelführenden Schläuche und die Lackieranwendung beherbergt und führen durch sie einen gleichmäßigen Frischluft-Strom. Dieser Frischluft-Strom reduziert die Lösungsmittel-Konzentration und zieht die Lösungsmitteldämpfe gleichzeitig aus der Anlage heraus in das Abluft- und Filtersystem des Labors.

Alle Oberflächen sind aus Edelstahl und Sicherheits-Glas und dadurch gut von Lackspritzern zu reinigen.

Der Streifen-Applikator passt genau zur Prüfanwendung von Dürr und von Lackherstellern und wurde schon mehrfach verkauft.

Streifenapplikator5-1
Streifenapplikator1

Hauptmerkmale

  • Die Basis bildet stabile AutomationBase
  • Für die Qualifizierung von Lack-Formulierungen für das Lackieren mit neuem overspray-freien Lackierkopf
  • Simuliert Lackierroboter der Linie
  • Gefahrlos nutzbar mit Lösemittel-Lacken
  • ATEX-konform (Klasse 2)
  • Für große Testbleche und Platten
  • Horizontale oder vertikale Lackierung
  • Abwechselnde Tests mit 2 Lacken und Lösungsmitteln in 2 Lackwegen möglich.
  • Flexible Programmierung von Tests und Parametern für sich ändernden Ansprüche der Labore und Lackanwender

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